Der Duft des Wassers
Gestern hat mich der Duft des Wassers durchpulst. Es geschah ganz plötzlich und unvermutet. Es war der Moment, als ein kleiner Schwall Gießwasser auf dem ausgetrockneten Gartenboden auftraf und dort ein Potpourri von Aromen erzeugte, das sich spontan in meiner Nase entfaltete. Es war beglückend zu erleben, wie ein wenig Wasser den ausgedörrten Boden zum Leben erweckte und die Erde aufatmete …
Reines Wasser ist ja geschmack- und geruchlos. Aber sobald es mit der Umwelt – Erde, Gestein, Holz oder Pflanzen – in Berührung kommt, vermag es daraus viele Stoffe zu ,lösen’, die wir dann als in die Luft aufsteigende ,Düfte’ wahrnehmen.
Ganz deutlich erleben wir das, wenn wir nach einem Sommer-Regen in den Garten oder in den Wald gehen und der Boden ,dampft’ und dabei vielerlei Aromen freisetzt: Wir können dann den Duft von Gras, Moos oder Pilzen zum Teil sehr intensiv wahrnehmen. Oder im Herbst, wenn die Blätter gefallen sind, und es etwas geregnet hat, dann nehmen wir den typischen ,Modergeruch’ wahr.
Aber auch aus unseren Duftpflanzen werden durch Wasser Geruchsmoleküle freigesetzt, wenngleich viele der ätherischen Öle in den Duftpflanzen überwiegend fettlöslich sind …
Auf diese Weise kann man im Garten und im Wald mit Hilfe des Wassers, das Aromastoffe aus der Umgebung ,herauslöst’, im wahrsten Sinne des Wortes ein Duftbad nehmen, wobei die Aromastoffe der Pflanzen viele positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und auf unser Wohlbefinden haben können: Ein Duftgarten mit bunt blühenden und duftenden Pflanzen ist nicht nur schön, sondern kann uns auch beruhigen, aufheitern oder anregend wirken.
Düfte mit Wasser einfangen
Manche dieser ,duftenden’ Stoffe kann man mit Wasser quasi auch ,einfangen’: Wenn man zum Beispiel einen Zweig Minze oder Zitronenmelisse in einem Glas mit Wasser ,ziehen’ lässt, bekommt das Wasser selbst auch den Geruch und Geschmack von Minze oder Zitronenmelisse und ergibt ein herrlich erfrischendes und ,belebendes’ Getränk.


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