Duftgarten im Garten

Mein Lieblingsplatz im Garten ist die Bank beim Rosenbogen, unter der würzig duftender Thymian buschig wie ein Grasteppich wächst, daneben die herrlich blauviolett blühenden Lavendelbüsche und auf einem kleinen Hügel die römische Kamille mit ihrem warmen, fruchtig-aromatischen Duft.
Aromen, die von allen Seiten und allen Ebenen kommen und sich in Kopfhöhe zu einer wunderbar harmonischen Duftkomposition
vereinen …

Wenn wir im Garten einen Duftgarten einrichten, geht es vorerst darum, das dafür vorgesehene Areal abzustecken und festzulegen, welche Art von Duftgarten – mit oder ohne ‚Funktion‘ – es werden soll.

Außerdem ist es wichtig, dass sich der Duftgarten in den übrigen Teil des Gartens optisch gut einfügt (siehe auch ‚Beratung‘) oder durch geeignete Sträucher so abgeschirmt ist, dass er seine vorgesehene ‚Funktion‘ ungestört erfüllen kann.

Ein Duftweg für alle Sinne: Betörende Aromen, herrliche Blüten und ein gutes ‚Gehgefühl’ auf dem ‚Grasteppich’

Sinnlicher Spaziergang

Die großzügigste Lösung ist – wenn man keine spezielle ‚Funktion‘ außer Freude an Duft und Farbe erwartet – die Einrichtung eines ‚Duftweges‘ durch den ganzen Garten, der uns einen sinnlichen Spaziergang durch unsere ‚grüne Oase‘ bietet: Am besten in einem sanften Bogen und mit durchlässiger naturnaher Oberfläche, wobei wir darauf achten, dass es beidseits des Weges ‚Pflanzeninseln‘ gibt, die harmonisch abgestimmte ‚Duftschwerpunkte‘ darstellen.

Da bei dieser Harmonie auch Farben mitspielen, ist es bei der Zusammenstellung der Pflanzen wichtig, deren Blütenfarben und den Blühzeitpunkt zu beachten, damit möglichst das ganze Jahr über Nase und Auge gleichermaßen erfreut werden.

Konzentrierte Düfte

Für die Anlage eines ‚funktionellen‘ Duftgartens ist es wichtig, einzelne ,Duftecken‘ oder ,Duftnischen‘ vorzusehen, die mit den auf den ‚Funktionszweck‘ ausgerichteten Pflanzen besetzt werden

Eine ideale Anordnung von Duftpflanzen auf mehreren ‚Ebenen’ – damit die Aromen unsere Nasen von mehreren Seiten erreichen

Diese Areale sollten so gestaltet sein, dass die Düfte möglichst konzentriert zur Wirkung kommen, sich nicht mit anderen Aromen zu stark vermengen und nicht von ständigen Windströmungen verweht werden.
Damit sich die erwarteten Genuss- und Funktionseffekte auch einstellen können, sollen bequeme Sitz- und Liegegelegenheiten einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor bieten. Verstärkt wird der Dufteffekt noch, wenn die Pflanzen in verschiedenen Ebenen ihre Aromen verströmen – von unten, von oben und in Nasenhöhe.

Und wenn dann noch die Sonne lacht, ist das Duftparadies perfekt, da uns in der Wärme die meisten Pflanzen besonders viel Aroma schenken.

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