,Heizschwammerl‘ gegen Sommerhitze?

von | 2. Juli 2021 | Aktuelles, Allgemein, Gartentipps, Kühlende Bepflanzung | 0 Kommentare

,Heiße’ Diskussionen im wahrsten Sinn des Wortes gab es kürzlich bei einem Gartenfest von Freunden über den Modetrend, Sonnenschirme mit schwarzer Bespannung aufzustellen, weil diese wie ,Heizschwammerln’ wirken und dazu beitragen, dass sich nicht nur der Garten, sondern auch unser Klima allgemein weiter ,aufheizt’ … 

Grundsätzlich ist es ja so, dass alle schwarzen Flächen, auf die Sonnenstrahlen auftreffen, diese optimal in Wärme umwandeln – im Gegensatz zu weißen Flächen, die die Lichtstrahlen  am stärksten reflektieren und dadurch die geringste Wärmeumwandlung produzieren.

Weil die Diskussionen gar so heftig waren, habe ich mich am nächsten Tag zum Computer gesetzt und recherchiert, was dran ist an der Heizschwammerl-Diskussion, und bin zu folgenden Resultaten gekommen:

  • Schwarze Sonnenschirme heizen sich und den darunter befindlichen Luftraum sowie Boden mehr auf als helle Schirme. Dies kann man mit Messungen eindeutig beweisen.
  • Diesem tagsüber unangenehmen Effekt kann man jedoch auch eine positive Seite abgewinnen, wenn man gerne abends länger im Freien sitzen bleibt, weil dann die gespeicherte Wärme unterm Schirm auch für ,kuschelige’ Temperaturen sorgt, wenn es ringsum merklich abkühlt.
  • Und noch einen positiven Effekt konnten die Verfechter der stylischen schwarzen Sonnenschirme anführen: In vielen Fällen bieten dunkle Schirme besseren Schutz vor UV-Strahlung, weil sie einfach weniger davon durchlassen. Die Verfechter der weißen hatten allerdings auch recht, wenn sie argumentierten, dass es nicht allein auf die Farbe, sondern auch auf die Qualitäten der Stoffe ankommt, wie stark ein Schutz vor UV-Strahlung ist.

    Welche Farbe auch immer der Schirmstoff hat – beim Kauf sollte man unbedingt auf ein UV-Gütesiegel achten, das wie auf dem Bild oder ähnlich aussieht. 

    Wenn man – so habe ich herausgefunden – einen Sonnenschirm kauft, sollte man daher auf Folgendes achten:

    • In erster Linie auf eine gute, schwere und gut ,ausgerüstete’ Stoffqualität, die heutzutage auch bei hellen Farben einen guten UV-Schutz bietet, was durch das Siegel ,UPF 50+’ angezeigt wird (man kann unter einem solchen Schirm 50x länger sitzen, als es der Eigenschutz der Haut zulassen würde).
    • Ein besonderer Vorteil ist es, wenn der Sonnenschirm an der höchsten Stelle ,Abzugsöffnungen’ hat, durch die die Wärme entweichen kann.
    • Hellere Farben mit bester Stoffqualität und Gütesiegel wählen statt ein Preis-Schnäppchen im Baumarkt. Reinweiß ist dabei nicht so günstig, weil man auch geringste Schmutzpartikel sieht, kräftiges Gelb sollte man vermeiden, weil es Insekten zu stark anlockt.

     

    Kühlende Bepflanzung

    Und noch etwas: Ich persönlich bevorzuge als Standort für einen Sonnenschirm nach Möglichkeit einen ,Naturboden’ wie auf unserem großen Foto ganz oben statt eines Steinbodens, weil sich dieser durch die Bepflanzung (Gras, Wiese, Bodendecker) wesentlich weniger aufheizt als ein Steinboden und daher quasi auch von unten kühlt …

     

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