Duftmoleküle, die im Bild als ,Kugelmodelle’ zwischen den Pflanzen herumschwirren, sind mit freiem Auge nicht sichtbar, haben aber für die Kommunikation aller Lebewesen große Bedeutung.

Die magische Kraft der Düfte

Düfte sind die einzige ,Universalsprache‘ der Welt, die von allen Lebewesen zur Kommunikation verwendet werden.

Es sind nur winzige Moleküle, die wir mit freiem Auge nicht sehen können, die aber magische Kräfte haben, wenn es darum geht, Botschaften zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen auszutauschen und dadurch deren Verhalten zu beeinflussen. Es geht dabei oft um Botschaften, die über Leben und Tod entscheiden …

Pflanzen: Wahre ,Duftgenies‘

Für Pflanzen ist die ,Duftkommunikation‘ mit der Umwelt absolut lebenswichtig, weil sie sich ja – anders als Tiere und Menschen – nicht bewegen können.

Bäume warnen einander zum Beispiel, wenn sich tierische Feinde nähern und können teilweise entsprechende ,Gegenmaßnahmen‘ ergreifen: Blätter scheiden dann etwa Duftstoffe aus, die auf die Feinde abstoßend wirken oder vielleicht für diese auch giftig sind.

Andererseits können Pflanzen durch Duftstoffe aus Blüten, Blättern und Früchten z.B. Tiere anlocken, die sie für die Bestäubung benötigen oder Tiere animieren, ihre Früchte zu fressen, die dann nach deren Verdauung die enthaltenen Samen an einem anderen Ort wieder ausscheiden und so zur Verbreitung und Arterhaltung der Pflanzen beitragen.

Bäume sind die wichtigsten Pflanzen für unser Klima – sie sorgen mit ihrer Vielzahl von Blättern für Kühlung und können ,magische’ Kräfte entwickeln.

Eine wahrhaft magische Kraft können Bäume auch in Trockenzeiten entwickeln, um Regen zu ,rufen‘: Sie sondern eine große Menge von Duftmolekülen ab, die durch die Hitze aufsteigen und in der Luft die Feuchtigkeit binden, wodurch es zu Wolkenbildung und letztendlich zu Regen kommt.

Tiere: Futtersuche und Feindabwehr

In der Tierwelt haben Düfte vor allem bei der Futtersuche und der Feindabwehr, aber auch bei der Steuerung des Paarungsverhaltens überaus große Bedeutung – viele Tiere riechen daher auch viel besser, als sie sehen können.

Menschen: Starke psychische Wirkungen

Den modernen Menschen sind leider schon viele Fähigkeiten, sich an Umweltdüften zu orientieren, abhanden gekommen – weil sie das schlichtweg verlernt haben oder weil feine Duftstoffe durch Umgebungsgestank einfach überdeckt und von der Nase nicht mehr erkannt werden.
Viele Duftstoffe wirken jedoch immer noch unterschwellig auf uns. Zum Beispiel die sogenannten ,Pheromone‘, die wir nicht bewusst wahrnehmen, die jedoch wesentlich daran beteiligt sind, welche Partner wir uns aussuchen oder ob wir andere Menschen akzeptieren oder ablehnen.

Die in vielen Blüten enthaltenen ätherischen Öle können viel zu unserem
Wohlbefinden beitragen – sie können beruhigend, aufmunternd, stärkend etc. wirken.

Ein starke Wirkung auf unsere Psyche – und damit auf unser Wohlbefinden und auch unsere Gesundheit – haben die Düfte, die in den ätherischen Ölen der Pflanzen enthalten sind: Sie können uns aufheitern, beruhigen, stärken, lustvoll machen, geistig anregen, die Konzentration stärken, uns Ängste nehmen, gegen Depressionen wirken oder uns zu besserem Schlaf verhelfen …

Für alle, die das Glück haben, einen Garten oder zumindest einen Balkon zu haben, lohnt es sich daher, sich mit persönlich ,passenden‘ Duftpflanzen zu umgeben (siehe auch ,Wirkung eines Duftgartens) und die positiven Einflüsse der Pflanzendüfte zu nutzen und zu genießen.

 

 

 

 

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Lavendel

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