Frühlingsdüfte, die aus der Kälte kommen

von | 5. November 2021 | Aktuelles, Allgemein, Duftgarten, Gartentipps, Pflanzenwissen | 2 Kommentare

Noch können wir für eine herrlich duftende, in vielen Farben erblühende Frühlings-Augenweide in unserem Garten sorgen: Hyazinthen, die wir jetzt setzen, schenken uns in der Zeit zwischen März und Mai ein optisches und olfaktorisches ,Feuerwerk‘.

Solange der Boden noch frostfrei ist, können wir die Hyazinthen-Zwiebeln in den ,Erd-Kühlschrank’ versenken, wo sie überwintern und darauf warten, im Frühling kräftig auszutreiben und uns mit herrlichen Blüten zu erfreuen.

Übrigens: Einmal richtig eingepflanzt, können diese Blumenzwiebeln viele Jahre in der Erde bleiben und bis zu 15 Jahre alt werden – und natürlich jedes Jahr blühen. 

Sonniger Platz mit lockerer Erde

Wichtig ist nur, dass wir den richtigen ,Standort’ für die Hyazinthen aussuchen: Der Platz im Garten sollte eher sonnig sein, die Erde locker und gut durchlässig – eventuell macht es Sinn, am Boden der Pflanzlöcher eine kleine Drainageschicht aus Blähton zu machen. Da schaden dann auch mehrere Regentage nicht, weil das Wasser gut versickern kann. Die Hyazinthen danken es mit besonderer Blütenpracht, wenn wir die Erde rundum mit etwas Kompost anreichern, zusätzlicher Dünger ist nicht notwendig.

Gepflanzt werden die Hyazinthen-Zwiebeln in einem Abstand von etwa 10 cm, jedenfalls nicht so knapp, dass sich die Zwiebeln berühren. Die Pflanztiefe sollte etwa dem doppelten Durchmesser der einzelnen Zwiebeln entsprechen. Die Pflanzlöcher dann mit guter lockerer Gartenerde auffüllen und nur leicht andrücken. Gegossen wird nicht.

Tannenreisig schützt

Tipp: Wer seine Hyazinthen besonders schützen möchte, kann die Pflanzfläche mit Tannenreisig abdecken – das schützt vor Kälte und Tieren.
Wichtig ist, im Frühling daran zu denken, das Reisig wieder zu entfernen und – sobald sich die ersten Triebspitzen zeigen – die Erde gut zu befeuchten.

Sehr schön macht es sich, wenn wir die Hyazinthen in Gruppen und in verschiedenen Farben – es gibt sie in den Farben Weiß, Gelb, Rosa, Rot, Blau und Violett – setzen. Mit unterschiedlichen Sorten und verschiedenen Größen (erkennbar an der Zwiebelgröße) können wir zusätzliche ,Dynamik’ in unser Hyazinthenbeet bringen.

 

 

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2 Kommentare

  1. Susanna

    Liebe Gabi, lieber Rudi,
    wie schön, dass ich eure Webseite entdeckt habe!
    Um Hyazinthen zu mögen, brauchte ich zwei Anläufe: die vorgetriebenen, die ich gelegentlich geschenkt bekommen hatte und die im Vorfrühling Farbtupfer ins Haus bringen – das war olfaktorisch zu viel des Guten und ich konnte mich damit nicht recht anfreunden. Vor ein paar Jahren bekam ich mal wieder welche geschenkt; die durften dann den Terrassentisch aufhübschen und die Zwiebeln kamen später ins Beet – so war es besser! Inzwischen verstecke ich im Herbst immer auch ein paar Hyazinthen, in der Hoffnung, dass die Wühlmäuse sie nicht finden und freue mich an den Blüten der Überlebenden. Nun ist die herbstliche Gartenarbeit getan und es bleibt uns die Vorfreude auf die Zwiebelblüher …
    Liebe Grüße,
    Susanna

    Antworten
    • Rudi und Gabi

      Liebe Susanna,
      vielen Dank für deinen netten Beitrag, wie du dich schön langsam an die Hyazinthen ‚herangetastet‘ hast.
      Wir befassen uns ja sehr viel mit Düften und haben dabei die Erfahrung gemacht, dass nicht nur die verschiedenen Duftrichtungen, sondern vor allem auch die Intensitäten der Düfte sehr verschieden empfunden und ‚bewertet‘ werden.
      Besonders stark duftende Pflanzen sind daher unseres Erachtens nicht für Innenräume geeignet – auch wenn sie durch herrliche Blüten noch so sehr verlocken.
      Es ist schön, dass du für dich einen Weg gefunden hast, dich mit diesen schönen Pflanzen doch noch ‚anzufreunden‘ – und vielleicht ist dieser Weg ja ein guter Tipp für alle, die zwar keine intensiven Düfte mögen, aber trotzdem nicht auf die Blütenpracht verzichten möchten.
      Wir halten dir die Daumen, dass die Wühlmäuse deine Hyazinthenzwiebeln nicht finden!
      Liebe Grüße
      von den Lebensgärtnern Rudi und Gabi

      Antworten

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