Duftkräuter für die Sommerküche

von | 11. Juni 2021 | Aktuelles, Allgemein, Balkon und Terrasse, Duftgarten, Duftpflanzen | 0 Kommentare

Immer werden mir die herrlich flaumigen Gnocchi, übergossen mit duftender Salbeibutter, in Erinnerung bleiben, die ,Mamma Grillo’ in ihrer Strandbar zu Mittag servierte.

Mein italienischer Studienkollege Carlo hatte mich gegen Ende unseres Studiums eingeladen, einige Tage unserer Sommerferien in seiner Heimat, den ,Marken’, am Meer zu verbringen.
,Mamma Grillo’ – so genannt nach ihrem Lokal ,Il Grillo’ – war in dem kleinen Ort, in dem die Zeit stehen geblieben schien, berühmt für ihre Kochkünste.

 

Kochen ist keine Hexerei

Darauf angesprochen, erwiderte sie meist nur: „Kochen ist keine Hexerei, man muss nur für jede Speise das richtige Kraut verwenden.“
Und schon brachte sie als ,Secondo’ einen wunderbar zarten Schweinsbraten, mit würzigem, herrlich duftendem Rosmarin oder knusprig gebratenes Huhn mit Oliven und ebenfalls sehr aromatischem Rosmarin zum Tisch.

,Mamma Grillo’ war der Meinung, dass man gar nicht schlecht kochen konnte, wenn man einen kleinen Garten vor der Tür hatte, in dem Basilikum, Thymian, Minze, Melisse, Salbei, Rosmarin und Lavendel wuchsen.

Kräuter möglichst in Küchennähe

Natürlich hatte sie recht. Ich weiß aus eigener Erfahrung: Je näher die Kräuter zur Küche, umso häufiger verwendet man sie. Ein Grund mehr, Küchenkräuter am Balkon oder auf der Terrasse zu ziehen, wo sie meist ausgezeichnet gedeihen.

Am besten umtopfen

Und so kann man Kräuter möglichst lang genießen: Im Topf gekaufte Kräuter am besten gleich umtopfen und dabei darauf achten, dass der neue Topf etwas größer ist, damit die Pflanze genügend Platz zum Wachsen hat. Außerdem sollte ein Loch im Topfboden sein, damit überschüssiges Wasser abfließen kann, denn Kräuter mögen keine Staunässe.

Beim Umtopfen die Pflanze vorsichtig aus dem Töpfchen lösen, den Wurzelballen unten etwas auseinanderreißen, etwa ein Viertel der Erde entfernen, den neuen Topf mit etwas Pflanz- oder Kräutererde befüllen, die Kräuter so tief hineinsetzen, dass noch etwa 2 cm Gießrand bleiben und rundum mit der Erde auffüllen. Erde etwas andrücken und Pflanze gleich kräftig gießen. 

Vorsicht beim Gießen

Mediterrane Duftpflanzen und Kräuter, wie Lavendel, Rosmarin und Salbei, lieben die Sonne und benötigen nicht täglich Wasser. In weiterer Folge daher am besten mit den Fingern testen, ob die Erde im Topf trocken ist und erst dann gießen.

 

Basilikum und Minze sind keine ,freundlichen’ Nachbarn.

Und da nicht jedes Duftkraut gleich viel Wasser benötigt, unterschiedliche Kräuter nicht zusammen in einen Topf setzen.
So verträgt sich z.B. Minze nicht gut mit Basilikum. Grundsätzlich geht man überhaupt davon aus, dass man einjährige und mehrjährige Kräuter nicht in einem Gefäß kultivieren soll.

Da fällt mir wieder die einzigartige ,Mamma Grillo’ ein, die für ihre legendären ,Dolce’ herrlich duftende Lavendelblüten verwendete und keine Diskussion zuließ, ob man vor dem Espresso noch ein ,Dolce’ bestellte. Man hatte lediglich die Wahl zwischen ihrem Marillenkuchen mit Lavendelblüten und dem sanft auf der Zunge schmelzenden Lavendeleis …

 

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