Frisches Grün für den Eistee

von | 2. Juli 2021 | Aktuelles, Allgemein, Pflanzenwissen | 0 Kommentare

Dieses Fest hatte Tradition: Am ersten Wochenende der Sommerferien wurde im Garten meiner Freundin gefeiert. Die Eltern grillten und meine Freundin und ich mixten köstlich-kühle Eistees …

Von Jahr zu Jahr wurden wir mutiger bei der Auswahl der Zutaten und kreativer bei der Kombination. Und so lernte ich eines Tages die mir damals noch völlig unbekannte Zitronenverbene kennen, die die Mutter meiner Freundin in einem Topf gezogen hatte.

,Louisenkraut‘ aus Südamerika

Zitronenverbene (Aloysia citrodora) – nach der Ehefrau des spanischen Königs Karl IV auch ‚Louisenkraut‘ genannt – stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde Ende des 18. Jahrhunderts von spanischen Seefahrern nach Europa gebracht.

 

Zitronenverbene liebt die Sonne und Wärme und muss in unseren Breiten an einem frostgeschützen Ort überwintern.

Liebt die Sonne

Zitronenverbene zählt zur Familie der Eisenkrautgewächse, ist frostempfindlich und wird deshalb am besten in einem Topf (so kann man sie zum Überwintern in den Keller stellen) mit durchlässiger Erde kultiviert. Zitronenverbene liebt die Sonne und fühlt sich am wohlsten an einem warmen, geschützten Platz an der Hauswand.

Die Blätter duften und schmecken – vor allem, wenn man sie zerreibt – intensiv nach Zitrone,
ihre Inhaltsstoffe sollen beruhigend wirken, aber gleichzeitig den Stoffwechsel anregen.

Limoncello für den speziellen ,Kick‘

Angeregt waren wir durch das neue frische ,Grün‘ auch bei der Kreation unseres neuen Eistees, den wir so zubereiteten:
Wasser aufkochen und Schwarztee nur kurz darin ziehen lassen. Braunen Rohrzucker im Tee auflösen, einige Blätter Zitronenverbene, Zitronensaft, Zitronenscheiben und ein Stück Zitronenschale (unbehandelt) dazugeben und einige Stunden kalt stellen. Gut gekühlt mit Eiswürfeln in Gläser füllen.
Den speziellen ,Kick‘ bekam unser Eistee dann übrigens noch durch einen heimlich beigefügten kräftigen Schuss Limoncello …

Zitronenmelisse für das Herz …

Einer unserer ,Dauerbrenner‘ war Früchte-Eistee mit Zitronenmelisse, den wir jedes Jahr etwas abwandelten, aber Fixpunkt war dabei immer Melisse (Melissa officinalis).
Sie stammt ursprünglich aus dem Orient und wurde seit dem Mittelalter vor allem wegen ihrer Heilkraft in allen Klostergärten angepflanzt. So galt sie als ,beste Pflanze für das Herz‘ und als nervenstärkend.

 

Zitronenmelisse ist winterhart und wächst am besten an einem sonnigen Standort mit durchlässigem Boden. Ihre Blätter duften angenehm frisch nach Zitrone.

… und für den Tee

Dieses spezielle Zitronenaroma liebe ich auch heute noch in einem selbst zubereiteten Eistee:
Dafür Früchtetee (z.B. Beeren- oder Granatapfeltee) etwas süßen, Zitronenmelisse und Zitronensaft dazugeben und kalt stellen.

Wir haben den Tee damals zusätzlich noch mit einigen frischen Früchten (z.B. Ananasstücken oder Melonenkugeln) ,aufgepeppt‘.
Und ich kann mir auch vorstellen, dass ein Stamperl Cointreau oder Grand Marnier hervorragend dazu passt …

 

 

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