Maiglöckchen für Mutterglück

von | 27. April 2021 | Aktuelles, Allgemein, Düfte, Pflanzenwissen | 0 Kommentare

Das Maiglöckchen ist nicht nur einer der beliebtesten Frühlingsboten, sondern soll durch seinen intensiven süß-einschmeichelnden Duft auch besondere Wirkungen als ,Muttertagsblume‘ haben: Der international bekannte Duftforscher Prof. Dr. Hanns Hatt hat in seinem Labor der Universität Bochum herausgefunden, dass menschliche Spermien durch den Maiglöckchen-Duftstoff Bourgenonal auf dem Weg zur Befruchtung der weiblichen Eizelle beeinflusst und ,gelenkt‘ werden. Wie dies genau funktioniert, konnte bis dato nicht medizinisch einwandfrei geklärt werden, die Studie, die als ,Maiglöckchen-Phänomen‘ publiziert wurde, ist daher wissenschaftlich umstritten.

Nicht umstritten ist, dass der typische Maiglöckchen-Duft durch seine einschmeichelnd-erotisierende Ausprägung einen hohen Stellenwert im Bereich der menschlichen Beziehungen hat und in vielen Fällen dazu beiträgt, dass einander Männer und Frauen näher kommen und der Duft damit zumindest auf diese Weise zum Mutterglück beiträgt …

Der Astronom und Arzt Nikolaus Kopernikus ließ sich
gerne mit Maiglöckchen als Heilkunde-Symbol abbilden.

Das Maiglöckchen ist eine seit dem Mittelalter bekannte Heilpflanze, es wurde vor allem bei der Behandlung von Herzkrankheiten angewendet. Es wurde sogar zum Symbol für die Heilkunde – der berühmte preußische Astronom und Arzt Nikolaus Kopernikus ließ sich gerne mit dieser ,Medizin-Blume‘ abbilden. Die pharmazeutische Industrie verwendet die Inhaltsstoffe dieser Pflanze auch heute noch für die Herstellung verschiedener Medikamente, vor einer ,Eigenbehandlung‘ muss allerdings dringend gewarnt werden, weil alle Teile des Maiglöckchens für Mensch und Tier hochgiftig sind!

Dieses lieblich-harmlos aussehende Blümchen, das bei uns vor allem an Waldrändern und auf halbschattigen Wiesen wächst, wurde wegen seiner Gefährlichkeit sogar 2014 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
Aus diesem Grund sollte man Kinder von dieser Pflanze – auch von deren auffälligen roten Beeren, die sie ab Juli bilden und die Vögeln als begehrte Nahrung dienen – fernhalten. Wenngleich ja vielleicht gerade Maiglöckchen dazu beigetragen haben, dass …

Noch etwas: Im Frühling, wenn sich viele Menschen auf Bärlauch-Pirsch begeben, kommt es immer wieder zu Vergiftungen, weil Bärlauch- mit Maiglöckchen-Blättern verwechselt werden. Wichtiger Hinweis daher: Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist der charakteristische Knoblauchgeruch des Bärlauchblattes, wenn man es zwischen den Fingern zerreibt – das Maiglöckchenblatt dagegen hat diesen Geruch nicht.

 

Gärtnerische Daten:

Name: Maiglöckchen – Convallaria majalis
Wuchs: flächig ausläuferbildend, 25 bis 25 cm hoch
Blüte: Mai-Juni, weiß, 5-10 breitglockige Blüten pro Stängel
Standort/Boden: Halbschatten /frischer, eher saurer Boden
Lebenszyklus: mehrjährig, gut winterhart, auch für Topfpflanzung geeignet

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