Quarantäne für Rosenblätter

von | 14. Oktober 2021 | Aktuelles, Allgemein, Gartentipps, Pflanzenwissen | 4 Kommentare

Die letzten Rosenblüten dieses Jahres erfreuen jetzt unsere Augen und betören durch ihren feinen Duft. Jetzt ist aber auch die Zeit gekommen, unsere Rosen für den Winter vorzubereiten, damit wir uns im nächsten Jahr wieder an ihnen erfreuen können.

Ganz lange Triebe können wir jetzt zurückschneiden, einen radikalen Rückschnitt sollten wir uns besser fürs Frühjahr, wenn kein Frost mehr kommt, aufheben. Die Pflanze hat damit mehr Kraft, gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Wichtig: Jetzt ist aber auch die Zeit, die Blätter der Rosen zu kontrollieren, ob sie eventuell von Krankheiten befallen sind, wie etwa dem Rosenrost (im Bild oben links) oder dem Sternrußtau (Bild oben rechts).

Rosenrost erkennt man an gelb-roten Flecken an der Unterseite der Blätter, Sternrußtau an runden braun-schwarzen Flecken, die sich an den Blattoberseiten befinden und meist an den Rändern sternartig auseinanderlaufen.

Befallene Blätter ,isolieren‘

Alle Triebe, deren Blätter von diesen Pilzkrankheiten befallen sind, gehören radikal weggeschnitten und ‚isoliert‘ im Hausmüll entsorgt, bereits abgefallene Blätter ebenfalls.

Keinesfalls sollte man solche Blätter bei den Rosenpflanzen liegen lassen oder auf den Kompost geben, da die Pilzsporen dort überwintern und im Frühjahr die Pflanzen erneut infizieren.

Generell brauchen alle öfter blühenden Rosen im Frühjahr einen kräftigen Schnitt, damit sie nach der Erstblüte noch Kraft für die Nachblüte besitzen. Einmal blühende Rosen erhalten keinen Frühjahrsschnitt, da sie an den Trieben des Vorjahres blühen.

Bleibt nur noch, die Rosenpflanzen an der Basis etwa 10 cm hoch mit Erde oder Spezialmulch ,anzuhäufeln‘ und eventuell zusätzlich mit etwas Tannenreisig zu schützen, damit sie durch Frost und Wintersonne keinen Schaden erleiden.

Mein spezieller Tipp: Ich kontrolliere ab und zu, ob Erde und Mulch noch richtig schützend um die Rosenstämme liegen, da ich in meinem Garten sehr ,eifrige‘ Eichhörnchen habe, die im Spätherbst Nüsse vergraben und dabei meine ,Erdhäufchen‘ zerstören …

Und jetzt wünsche ich meinen Rosen einen milden Winter und freue mich schon sehr, wenn sich im Frühjahr die ersten Austriebe und Blütenknospen zeigen!

 

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4 Kommentare

  1. Susanna

    Liebe Gabi, lieber Rudi,
    einen milden Winter, ja, den wünsche ich mir auch für meine Rosen. In den letzten Jahren hatte ich, weil es so mild war, meine Hochstämmchen nicht mehr eingepackt. Im letzten Winter sind sie mir dann alle erfroren! Dieses Jahr werde ich etwas zum Schutz vor Frost bereit legen und die Wettervorhersage im Auge behalten. Nachdem ich nun einige Hochstammrosen neu gepflanzt habe, will ich vorbereitet sein!
    Nun freue ich mich auch schon auf den Frühling, den Austrieb der Rosen und vor allem auf hoffentlich viele Blüten im ersten „Schub“ im Juni!
    Liebe Grüße aus meinem Garten,
    Susanna

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    • Lebensgärtner Rudi und Gabi

      Liebe Susanna,
      wir hatten vor einigen Tagen einige stürmische Stunden, wodurch die ‚Verpackung‘ unserer Pflanzen auch etwas gelitten hat. Sprich: Der Wind hat einige der ‚Hauben‘ einfach losgerissen und sie sind quer durch den Garten geflogen. Wir konnten sie jedoch am nächsten Tag wieder einsammeln und erneut ‚aufsetzen‘, bevor der Frost gekommen ist. Und haben daraus gelernt: Eine zusätzliche Schnur rundum kann nicht schaden.
      Wir wünschen dir, dass dieses Jahr keines deiner Rosen-Hochstämmchen erfriert und du dich im Juni vieler duftender Blüten erfreuen kannst!
      Liebe Grüße von
      den Lebensgärtnern Rudi und Gabi

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  2. Marion

    Liebe Gabi, lieber Rudi, ich bin gerade auf Euren wunderschönen Lebensgarten gestoßen und freue mich die nächste Zeit ein bisschen bei Euch zu lesen. Ich hoffe Eure Rosen kommen trotz Sturm noch gut durch den Winter! Wann macht ihr den Rosenschutz den wieder ab? Hier bei uns an der Ostseeküste sind schon die ersten Triebe zu sehen. Bis Mitte März (je nach Wetterbericht) werden ich die Hüllen aber wohl noch auf den Hochstämmchen lassen. Ich habe fast nur ADR-Rosen gepflanzt und damit ja eigentlich sehr frostverträgliche und gesunde Sorten, aber eingepackt und angehäufelt habe ich sie bisher trotzdem immer. Herzliche Grüße nach Österreich! Marion

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    • Lebensgärtner Rudi und Gabi

      Liebe Marion,
      freut uns, dass du auf unseren Lebensgarten aufmerksam geworden bist und er dir gefällt. Übrigens geben wir das Kompliment gerne zurück: Dein Blog ist ganz toll und der Rundgang durch euren Garten steigert die Sehnsucht nach Frühling und Sommer unermesslich! Und deine Rosen sind ein Traum!
      Wir haben unsere Rosen nur an der Basis mit Spezialmulch ‚angehäufelt‘, oben sind sie frei und müssen dem Winter trotzen. Ende März hoffen wir auf ‚echtes‘ Frühlingswetter …
      Weiterhin viel Freude mit deinem tollen Garten wünschen dir
      die Lebensgärtner Rudi und Gabi

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